{"id":32733,"date":"2025-05-18T01:54:12","date_gmt":"2025-05-17T21:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/erena.me\/?p=32733"},"modified":"2025-05-18T01:57:04","modified_gmt":"2025-05-17T21:57:04","slug":"israel-steigert-immobilieninvestitionen-in-europa-auf-rekordhoehe-von-21-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/erena.me\/de\/2025\/05\/18\/israel-steigert-immobilieninvestitionen-in-europa-auf-rekordhoehe-von-21-milliarden-euro\/","title":{"rendered":"Israel steigert Immobilieninvestitionen in Europa auf Rekordh\u00f6he von 2,1 Milliarden Euro"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 hat Israel ein neues Rekordniveau bei seinen Investitionen in europ\u00e4ische Immobilien erreicht. Laut aktuellen Sch\u00e4tzungen von JLL und CBRE belief sich das Gesamtvolumen israelischer Investitionen in den europ\u00e4ischen Immobilienmarkt auf <strong>2,1 Milliarden Euro<\/strong> \u2013 der h\u00f6chste je gemessene Wert. Diese Entwicklung zeigt nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern spiegelt auch eine strategische Neuausrichtung wider, Immobilien als verl\u00e4ssliche und langfristige Kapitalanlage zu nutzen.<\/p>\n<h2>Wirtschaftlicher und geopolitischer Kontext<\/h2>\n<p>Die wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre \u2013 steigende Zinss\u00e4tze, W\u00e4hrungsschwankungen und Instabilit\u00e4t im Nahen Osten \u2013 haben zu einer st\u00e4rkeren Internationalisierung des israelischen Kapitals gef\u00fchrt. Institutionelle Anleger aus Israel, vor allem Pensionskassen, Versicherungen und gro\u00dfe Bautr\u00e4ger, suchen vermehrt nach <strong>sicheren und rentablen Anlagen<\/strong> im Ausland. Europa gilt mit seinen regulierten M\u00e4rkten, stabilen Mietrenditen und vielf\u00e4ltigen Sektoren als besonders attraktiv.<\/p>\n<h2>Wohin flie\u00dft das Kapital?<\/h2>\n<h3>Niederlande: Fokus auf Hotelimmobilien<\/h3>\n<p>Der <strong>Hotelsektor<\/strong> war 2025 besonders dynamisch. In den Niederlanden erwarb die israelische <strong>Fattal Hotel Group<\/strong> gemeinsam mit Versicherungsgesellschaften wie Migdal, Menora Mivtachim und Phoenix ein Portfolio von 14 Hotels in den gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten des Landes f\u00fcr \u00fcber <strong>320 Millionen Euro<\/strong>. F\u00fcr die Modernisierung der Objekte sind zus\u00e4tzlich <strong>45 Millionen Euro<\/strong> vorgesehen.<\/p>\n<h3>Deutschland: Mietwohnungen und B\u00fcros im Blick<\/h3>\n<p>In <strong>Deutschland<\/strong> investieren israelische Fonds verst\u00e4rkt in <strong>Wohnimmobilien zur Vermietung<\/strong> sowie in hochwertige <strong>B\u00fcrogeb\u00e4ude<\/strong> \u2013 insbesondere in <strong>Berlin<\/strong>, <strong>Hamburg<\/strong>, <strong>Frankfurt<\/strong> und <strong>Leipzig<\/strong>. Bereits in den ersten Monaten 2025 flossen \u00fcber <strong>180 Millionen Euro<\/strong> in Mietwohnungen.<\/p>\n<p>Ein markantes Beispiel ist der Kauf eines B\u00fcrokomplexes im Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens f\u00fcr <strong>88 Millionen Euro<\/strong> \u2013 rund 30\u202f% unter dem Vor-Corona-Wert. Analysten sprechen von einer \u201eopportunistischen\u201c Transaktion zur Nutzung des Preisr\u00fcckgangs.<\/p>\n<h3>Vereinigtes K\u00f6nigreich: London bleibt attraktiv<\/h3>\n<p>Trotz anhaltender Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit bleibt <strong>London ein Hauptziel<\/strong> israelischer Investoren. 2025 wurden dort rund <strong>370 Millionen Euro<\/strong> investiert, vor allem in <strong>Premium-Mietwohnungen<\/strong> und <strong>B\u00fcroimmobilien<\/strong>. Besonders gefragt sind die Stadtteile Camden, Westminster und Southwark.<\/p>\n<h2>Logistik und E-Commerce: Lagerhallen im Fokus<\/h2>\n<p><strong>Logistikimmobilien<\/strong> sind weiterhin ein strategischer Schwerpunkt. Der wachsende E-Commerce-Sektor f\u00fchrt zu einer konstant hohen Nachfrage nach modernen Verteilzentren. In diesem Segment wurden 2025 <strong>\u00fcber 500 Millionen Euro<\/strong> investiert \u2013 mit Schwerpunkt auf <strong>Polen<\/strong>, <strong>Deutschland<\/strong>, <strong>Belgien<\/strong> und <strong>Tschechien<\/strong>.<\/p>\n<p>So erwarb ein israelischer Fonds im April ein 42.000\u202fm\u00b2 gro\u00dfes Logistikzentrum bei Wroc\u0142aw in Polen f\u00fcr <strong>65 Millionen Euro<\/strong>, verbunden mit einem zehnj\u00e4hrigen Mietvertrag mit einem f\u00fchrenden Onlineh\u00e4ndler.<\/p>\n<h2>Osteuropa und Georgien: alternative M\u00e4rkte gewinnen an Bedeutung<\/h2>\n<p>Neben Westeuropa r\u00fccken <strong>Georgien, Polen, Rum\u00e4nien<\/strong> und <strong>Tschechien<\/strong> verst\u00e4rkt in den Fokus. In der georgischen K\u00fcstenstadt <strong>Batumi<\/strong> erwarben israelische Investoren allein im ersten Quartal 2025 <strong>\u00fcber 750 Immobilien<\/strong>, mit einem Gesamtvolumen von \u00fcber <strong>60 Millionen Euro<\/strong> \u2013 insbesondere Apartments und Aparthotels. Die Beweggr\u00fcnde reichen von hohen Mietrenditen (10\u201312\u202f%) bis hin zum Wunsch nach Aufenthaltsrechten und Steueroptimierung.<\/p>\n<h2>Anlegerprofil und Strategie<\/h2>\n<p>Typisch f\u00fcr israelische Investoren ist ein <strong>langfristiger Anlagehorizont<\/strong> von <strong>7 bis 10 Jahren<\/strong>. H\u00e4ufig kommen <strong>SPV-Strukturen<\/strong> (Special Purpose Vehicles) zum Einsatz \u2013 mit Sitz in <strong>Zypern<\/strong>, <strong>Luxemburg<\/strong> oder den <strong>Niederlanden<\/strong>, um steuerliche Vorteile und regulatorische Konformit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die meisten Transaktionen werden von <strong>institutionellen Anlegern<\/strong> get\u00e4tigt \u2013 darunter Pensionskassen, Versicherer und Family Offices \u2013, die <strong>stabile Renditen von 5 bis 7\u202f% pro Jahr<\/strong> anstreben.<\/p>\n<h2>Beliebteste Immobiliensegmente<\/h2>\n<div class=\"pcrstb-wrap\"><table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Sektor<\/th>\n<th>Anteil an Gesamtinvestitionen<\/th>\n<th>Durchschnittsrendite<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hotels und Aparthotels<\/td>\n<td>40\u202f%<\/td>\n<td>7\u201310\u202f%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Logistik<\/td>\n<td>24\u202f%<\/td>\n<td>6\u20137\u202f%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mietwohnungsbau (PRS)<\/td>\n<td>17\u202f%<\/td>\n<td>5\u20136\u202f%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>B\u00fcroimmobilien<\/td>\n<td>13\u202f%<\/td>\n<td>ca. 5\u202f%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Alternative Anlagen<\/td>\n<td>6\u202f%<\/td>\n<td>6\u20138\u202f%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><\/div>\n<h2>Wichtige Transaktionen im Jahr 2025<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Hotelportfolio in den Niederlanden<\/strong>: Erwerb durch Fattal Group f\u00fcr <strong>320 Mio.\u202f\u20ac<\/strong>, mit <strong>45 Mio.\u202f\u20ac<\/strong> f\u00fcr Renovierung.<\/li>\n<li><strong>B\u00fcrogeb\u00e4ude in Frankfurt<\/strong>: Kauf f\u00fcr <strong>88 Mio.\u202f\u20ac<\/strong> zu einem reduzierten Preis.<\/li>\n<li><strong>Wohnungsportfolio in Berlin<\/strong>: Phoenix Insurance investierte mit Blackstone <strong>110 Mio.\u202f\u20ac<\/strong> in Mietwohnungen.<\/li>\n<li><strong>Logistikzentrum in Polen<\/strong>: Finanzierung eines Distributionszentrums nahe Warschau f\u00fcr <strong>65 Mio.\u202f\u20ac<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Stimmen von Experten<\/h2>\n<p><strong>Nadav Ben Avraham<\/strong>, Direktor f\u00fcr globale Immobilieninvestitionen bei JLL Israel:<br \/>\n<em>\u201e2025 agieren israelische Investoren mit System, Weitblick und Kapitalst\u00e4rke. Europa bietet eine ideale Kombination aus Rendite und Sicherheit.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Marian Brandt<\/strong>, Analystin bei Colliers Europe:<br \/>\n<em>\u201eIsraelische Fonds z\u00e4hlen zu den dynamischsten Akteuren auf dem Markt, insbesondere in Logistik und Hotellerie. Ihre Entscheidungsfreude und Partnerschaftsbereitschaft machen sie zu gefragten Investoren.\u201c<\/em><\/p>\n<h2>Ausblick f\u00fcr 2026<\/h2>\n<p>Die Prognosen bleiben optimistisch: Laut EREA k\u00f6nnten die israelischen Investitionen in Europa bis Ende 2026 auf <strong>2,4 bis 2,5 Milliarden Euro<\/strong> steigen. M\u00f6gliche Wachstumstreiber:<\/p>\n<ul>\n<li>Zinssenkungen in der Eurozone<\/li>\n<li>Expansion nach <strong>Skandinavien und ins Baltikum<\/strong><\/li>\n<li>Beteiligung an <strong>Build-to-Rent-Projekten<\/strong><\/li>\n<li>Investitionen in <strong>Rechenzentren<\/strong> und <strong>Life-Science-Campus<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die Rekordinvestitionen Israels von <strong>2,1 Milliarden Euro<\/strong> im Jahr 2025 sind kein Zufall, sondern Ausdruck einer <strong>klaren strategischen Entwicklung<\/strong>. Israelisches Kapital ist nicht mehr nur ein Nischenakteur \u2013 es ist zu einem festen Bestandteil des europ\u00e4ischen Immobilienmarkts geworden.<\/p>\n<p>Mit institutioneller St\u00e4rke, technologischem Know-how und langfristigem Denken wird Israel auch k\u00fcnftig eine bedeutende Rolle auf dem europ\u00e4ischen Immobilienmarkt spielen. F\u00fcr Europa bedeutet das: <strong>Liquidit\u00e4t, Stabilit\u00e4t und Partnerschaft<\/strong>. F\u00fcr Israel: <strong>globale Diversifikation und verl\u00e4ssliche Renditen<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 hat Israel ein neues Rekordniveau bei seinen Investitionen in europ\u00e4ische Immobilien erreicht. 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